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Rambler gewinnt HSH Nordbank blue race

Events Die 90-Fuß Yacht Rambler von George David ist nicht mehr zu schlagen. Alle Yachten die noch auf der Nordsee segeln, kämpfen jetzt um die Plätze. HSH Nordbank rundet als letzte Yacht Fair Isle und setzt auch Kurs Cuxhaven.

Jetzt steht es fest. Das vorläufige Ergebnis zeigt die
amerikanische „Rambler“ als Gesamtsieger des HSH Nordbank
blue race.Genau 27,43 misst der Supermaxi, der von America’s Cup
Segler Ken Read (46,aus Newport) und seiner internationalen Crew
in Rekordzeit über den Nordatlantik
gepeitscht wurde. Und nicht nur schnell, sondern auch noch
siegreich segelte die weiße Regattayacht in knapp 12 Tagen die
Strecke von
Newport nach Cuxhaven und weiter nach Hamburg. „Wenn nicht noch etwas
unvorhergesehenes dazwischen kommt, hat die Rambler das Rennen gewonnen“,
bestätigt Wettfahrtleiter Alan Green. „Rein rechnerisch ist die Chance für
alle Konkurrenten heute Morgen abgelaufen“, so Green. Damit steht der Sieger
fest, obwohl ein Großteil der Flotte noch auf dem Wasser ist. Nur noch am
Sonnabend ist die siegreiche Yacht im Citysporthafen zu sehen, denn als
nächstes steht das Fastnet Race in England auf dem Saisonplan und die
„Rambler“ wird in den kommenden Tagen nach Cowes (Isle of Wight/England)
überführt.
Aber der Kampf um die Plätze im HSH Nordbank blue race geht unvermindert
weiter. In der Nacht auf Donnerstag lieferten sich die „Norddeutsche
Vermögen Hamburg“, „Snow Lion“ und „Bank von Bremen“ ein spannendes
Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach 19 Tagen auf See, segelten die drei Yachten
innerhalb einer Stunde ins Ziel vor Cuxhaven. Der Zielschuss für die jüngste
Crew im Rennen auf der „Norddeutschen Vermögen Hamburg“ fiel um 3.06 Uhr
nach 19 Tagen, sieben Stunden und sechs Sekunden. Nur 42 Minuten später, um
3.48 Uhr war der US-Amerikaner Lawrence Huntington mit seiner „Snow Lion“
angekommen. Wettfahrtleiter Alan Green blieben danach gerade noch einmal 23
Minuten, um die Signalpistole für die „Bank von Bremen“ nachzuladen, die um
4.11 Uhr gezeitet wurde.
Als im Norden Schottlands die Konkurrenz in der Flaute saß, konnte die
„Norddeutsche Vermögen Hamburg“ 140 Meilen aufholen und sich in der Nordsee
noch vor die Yachten mit ähnlichem Rennwert setzen. „Ihr habt gute Arbeit
geleistet“, lobte Lawrence Huntington (72), der älteste Skipper der Flotte,
Torsten Hilbert (27) von der „Norddeutschen Vermögen Hamburg“, der als
jüngster Crewchef gesegelt ist.
Huntington wäre gerne einen Tag eher ins Ziel gesegelt, doch am zweiten
Regattatag brach der Bugspriet der „Snow Lion“. „Seitdem sind wir hinterher
gehumpelt und konnten nie die volle Geschwindigkeit erreichen“, bedauert der
ehemalige Kommodore des New York Yacht Club, der bereits 2003 bei der
Nordatlantikregatta am Start war. Rainer Persch, der Skipper der „Bank von
Bremen“, ist zwar froh, dass Schiff und Mannschaft heil in Cuxhaven
angekommen sind, jedoch nicht zufrieden damit, dass er die Führung dieser
Dreiergruppe im letzten Drittel der Strecke abgeben musste.
Auch berechnet liegen die drei Yachten nur wenige Minuten voneinander
getrennt auf den Plätzen, wie die Zuschauer sie ins Ziel kommen sahen. Die
junge, für den Hamburgischen Verein Seefahrt startende blaue „Norddeutsche
Vermögen Hamburg“ liegt derzeit auf Gesamtrang vier vor der amerikanischen
Jason Kerr 50 „Snow Lion“, gefolgt von der „Bank von Bremen“.

Die drei Yachten wurden am Freitagnachmittag mit einem großen Welcome in
Hamburg empfangen und kamen gerade rechtzeitig zur offiziellen Eröffnung des
HSH Nordbank blue race Village.
Mittlerweile habe alle noch segelnden Teams die Nordspitze Schottlands
gerundet und befinden sich auf direktem Kurs ins Ziel.
So berichtet Heiko Tornow von Bord der „Luv“: „Die Nordsee begrüßt uns mit
glattem Wasser, einer netten Brise aus ziemlich der Richtung, in die wir
wollen und einem großartigen Empfangskomitee. Die tollste, längste,
vielseitigste Delphinshow mit vielleicht 30 gelb-grau gezeichneten
Darstellern bietet stundenlange Unterhaltung vom Feinsten, fast wie im
Fernsehen!“.
Und obwohl die „HSH Nordbank“ durch verletzungsbedingtes Pech das
Schlusslicht der Flotte bildet, schreibt auch die Crew um Skipper Martin
Friederichs aus Kiel gut gelaunt von der Faszination auf See: „Auch wenn der
Regattasegler unruhig dem kleinsten Windhauch nachspürt, alles versucht, die
Yacht in Fahrt zu halten, und darüber spekuliert, wie es wohl den anderen
Teilnehmern ergehen mag, kann einer Flautennacht ein eigener Reiz nicht
abgesprochen werden: das Wasser quecksilbern wabernd und glänzend und eine
fast gespenstische Ruhe, die nur durch das Knarren des Riggs, das Schlagen
der Segel und das bisweilen aus dem Schiffsinnern dröhnende Sägen der
Freiwache gestört wird“.
Die „Tutima“, eine schnelle DK 46 von Thomas Ebert aus Frankfurt wird als
nächste Yacht am Sonnabendmorgen im Ziel erwartet. Gefolgt von der
„Iskareen“ mit Skipper Arnt Bruhns und dem zweiten Supermaxi „Bon Bon“ von
Johan-Stephan Reith, die sich, wie die „Rambler“ im zweiten Start am 23.
Juni auf den Weg gemacht hat.
Am Abend werden dann voraussichtlich die „Boatmen“ von Steffen Blunck und
die einzige reine Frauencrew um Skipperin Inken Braunschmidt (32, Dortmund)
auf der „KPMG“ ins Ziel segeln.


Mareike Guhr

Veröffentlicht am Samstag, 07.Juli. @ 10:09:26 CEST von Frank
 
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